17.11.2019- -C-I- -33.Woche- -1- -Gertud v Helfta-Florian-Viktoria-Hilda-Hiltrud- -(Mal.3,19-20/98/2.Thess.3,7-12/Lk.21,5-19)

Am Ende des Kirchenjahres hören wir Schrifttexte, die vom Ende alles Geschaffenen reden. „Ein Tag des Herrn“ wird kommen und alles durch das Feuer der Liebe prüfen. Wer oder was standhalten wird, zeigt sich dann. Paulus schreibt den Thessalonichern, sich im Warten auf das Ende nicht untätig hinzusetzen, sondern aktiv wartend zu bleiben und die Pflicht zu erfüllen. Jesus mahnt, die äußeren schönen Dinge, sogar den Tempel nicht übertrieben zu vergöttern. Ja, es wird nichts bleiben, wie es ist. Wann? Fragen die Zuhörer den Herrn. „Gebt Acht, dass man euch nicht verführt“. Viele werden Deutungen geben und warnen, doch nur der Herr allen Lebens ist maßgebend. Aufmerksam bleiben und standhaft bleiben, das legt der Herr uns ans Herz.
„Herr Jesus Christus, Du hast die Jünger und die Zuhörer nicht schocken wollen, aber aufrütteln schon. So auch uns. Wenn wir einfach so dahin leben, ohne Ziel und Werte, dann kann uns Deine Nähe nicht aufgehen. Wer Dich liebt und an Dich glauben will, braucht den Dialog mit Dir, das Gebet- das Herz an Herz mit Dir.“

16.11.2019- -C-I- -32.W.- -4- -Margarethe v Schottland-Ottmar v St Gallen-Edmund v.Abingdon-Agnes v Assisi-(Weish.18,14-16;19,6-9/105/Lk.18,1-8)

„Wird der Menschensohn, wenn Er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?“ Ein Stoßseufzer des Herrn über die Ahnungslosigkeit in Sachen Glauben. Dieser Glaube ist natürlich in Seinen Augen das Vertrauen zum lebendigen Gott. Doch was meint das Wort vorfinden? Kann der Glaube einfach vorgefunden werden, oder sind es nicht eher gläubige Menschen, denen man begegnen kann. So wie die arme Witwe um ihr Recht beim unsensiblen, ja ungerechten Richter bettelt, so soll der Glaube sich an Gott wenden und von Ihm alles erwarten. Ausdauer, Geduld, Einsatz sind wichtige Voraussetzungen dafür.
„Herr, wenn wir beten, dann wollen wir meistens etwas von Dir für uns oder für andere, für die Schöpfung, für die Welt. Wie schnell lassen wir uns entmutigen, wenn es dann nicht so eintrifft. Hilf uns, Dir in allem zu vertrauen, auch wenn die Zeichen anders ausfallen.“

15.11.2019- -C-I- -32.W.- -4- -Albert d Große-Leopold-(Weish.13,1-9/19/Lk.17,26-37)

Sind wir Menschen aufmerksam und sensibel? Oder leben wir von Tag zu Tag mit dem Gefühl, dass es schon immer weitergehen wird? So wie in der Zeit Noahs, des Lot. Wer bewusst aufmerksam lebt, nicht in Angst aber als Realist, wird nicht so schnell überrascht, ja überrumpelt wie die Sorglosen. Im rechten Augenblick auch das Rechte tun können, darauf will der Herr uns hinweisen, nicht aus Angst sondern aus Vertrauen zu Ihm. Und: jede und jeder kann nur für sich selbst aufmerksam sein, nicht für andere mit.
„Herr Jesus, am Ende des Kirchenjahres kommen immer diese etwas fremden und aufrüttelnden Texte in der Liturgie der hl. Messe vor. Sie möchten uns „wach machen“ für Dich, genau wie die Adventszeit, die im Dezember kommt. Hilf uns, in Deiner Nähe zu bleiben und uns nicht von zu vielen Äußerlichkeiten ablenken und betäuben zu lassen.“

14.11.2019- -C-I- -32.W.- -4- -Alberich- -(Weish.7,22-8,1/119,89/Lk.17,20-25)

Wann kommt denn Gottes Reich? So fragten die Menschen Jesus, so fragen wir auch manchmal: wann kommt es? Wo ist es zu erkennen? Jesus antwortet etwas geheimnisvoll: „man kann es nicht konkret da und dort festlegen, und doch ist es schon da, mitten unter euch“. Deshalb ist Aufmerksamkeit so wichtig, aber auch die Bewahrung vor allzu schnellen Antworten mancher „Verführer“. Jesus selbst ist diese Gegenwart des Gottesreiches. Er spricht durch Sein Wort. Er berührt durch die heiligen Zeichen der Sakramente. Er begleitet uns in der Gemeinschaft der Glaubenden.
„Herr Jesus Christus, Du bist das Leben, die Wahrheit und der Weg dahin. Mit Dir kommen wir in das Reich, da Gott die Mitte ist, die Liebe, bedingungslos und treu. Danke Herr.“

13.11.2019- -C-I- -32.W.-4- -Stanislaus-Wilhelm- -(Weish.6,1-11/82/Lk.17,11-19)

Die Episode der 10 Aussätzigen, die auf Jesus zukommen und von Ihm Erbarmen bitten, ist sehr bekannt. Auch dass nur einer von 10 zurückkommt, um bei Jesus Dank und Lob auf Gott auszusprechen. Dieser eine war ein Samariter. Jesus sagt ihm zu: „steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen“. Wie oft ist uns schon geholfen worden? Haben wir die Tendenz, gerne zu danken… auch Gott?
„Herr Jesus, wo Du bist, da handelst Du im Auftrag Gottes: Du heilst und richtest auf. Wie oft mag dies pro Tag geschehen? Und erhälst Du dann herzliche Dankerweise? Hilf uns alle, dankbarer zu gedenken.“