25.2.2020-A-II- -7.W.- -3-Walburga-(Jak.4,1-10/55/Mk.9,30-37)

Manchmal möchte Jesus mit Seinen Jüngern allein sein, Zeit haben sie zu unterrichten. Wenn es um Ihn und Seine Zukunft geht, dann sollen die Jünger nicht unvorbereitet damit konfrontiert werden. Tod und Auferstehung stehen bevor; doch die Jünger können oder wollen nicht verstehen.

Sie haben auf dem Weg andere Sorgen besprochen: wer von uns ist wohl der Erste, der Beste?  Jesus spürt das und gibt ihnen eine Zeichenpredigt: er setzt sich, Er stellt ein Kind in ihre Mitte und gibt dieses als Beispiel und Vorbild für das Jüngersein. Jesus ist wie ein Kind unter ihnen allen, und in Jesus ist es Gott, wieso sollte sich der Mensch dann groß aufspielen?

„Herr Jesus, im Karneval haben viele die Rollen vertauscht und mal andere Personen dargestellt. Ab Morgen ist wieder Zeit ohne Verkleidung und Masken. Du hast keine Rolle gespielt, als du Mensch wurdest. Du zeigst, wer Du bist: klein, verletzbar, dienend und helfend…alles aus Liebe. „

24.2.2020- -A-II- -7.W.-3-Matthias-Ida v Hohenfels-Irmgard v Lichtenthal-8.Erscheinungstag in Lourdes—(Apg.1,15-17.20-26/113/Joh.15,9-17)

In deutschsprachigen Bistümern ist der 24.2 als Termin für das Fest des Apostel Matthias geblieben, in der Weltkirche ist es am 14.5.

Alles beginnt mit dem Verrat und der Selbsttötung des Judas, nun sind11 Apostel übrig-Jesus aber hatte 12 bestimmt als Erinnerung an die 12 Stämme Israels. Was war zu tun? Was durften sie, was mussten sie entscheiden?

Die Jüngergemeinde versammelt sich, spricht sich aus, berät und betet. Ein Vorschlag stellt zwei Männer als Kandidaten vor. Doch wollten sie nicht selbst entscheiden, sondern alles Gott überlassen. Sie geben ihnen Lose, beten und beteten „Herr du kennst die Herzen aller, zeige, wen von diesen beiden Du erwählt hast, diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen.

Das los fiel auf Matthias, das war ihnen ein Zeichen des Himmels und sie rechneten  ihn den Elf zu. Hier liegt viel an Hinweist für Entscheidungen, die in kleinen Gemeinden oder in der Weltkirche zu treffen sind.

Herr Jesus, Deine Jünger sind auch nach Deinem Weggang kreativ, sie lassen sich etwas einfallen, um Dir zu helfen, die rechte Personalentscheidung zu treffen. Lass auch uns immer mit Dir zusammenwirken, so dass von Dir und von uns das Rechte getan werden kann.“

23.2.2020- -A-II- -7.Woche-1-Polykarp-Willigis-Otto v Cappenburg—7.Erscheinung i Lourdes-(Lev.19,1-2.17-18/103/1.Kor.3,16-22/Mt.5,38-48)

In der Bergpredigt Jesu, die Matthäus uns gibt, greift Worte des Ersten Testamentes auf: „“seid Heilig, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig“—„seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater ist“ und Paulus überträgt

Diese Heiligkeit ist nicht die Perfektion, sondern die Nähe Gottes zu Seinem schwachen und oft auch sündigen Geschöpf. Er, der Herr macht heilig, nun kommt es darauf an, diese Nähe Gottes nicht zu verharmlosen oder sie zu gefährden. Wie ist das möglich?  „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“. Hier ist der Maßstab. Diese Liebe bedeutet nicht unbedingt herzliche Innigkeit, aber eine Solidarität, die nicht zulässt, dass jemand verletzt wird.

„Herr Jesus Christus, du hast keine Gebote und Gesetze abgeschafft, sondern sie erfüllt, aufgehoben, mit Sinn und praktischen Auswirkungen erfüllt. So wird die Liebe in allem der Leitfaden für das Verhalten. Hilf uns, aus der Liebe zu denken, zu reden und zu handeln.“

22.2.2020-A-II- -6.W.-2- -Kathedra Petri-Sel. Isabella v. Frankreich-(1.Petr.5,1-4/23Mt.16,13-19)

Schon sehr früh erkennt die Heilige Schrift eine besondere Stellung des Petrus in der Jüngergemeinde. Er ist zwar oft schwankend, doch hat Jesus für ihn eine Aufgabe vorgesehen, die den „Glaubend er Brüder stärken soll“. Was ich n besonders auszeichnet können wir nur ahnen, doch die Kraft kommt nicht von ihm selbst, sondern Gott in ihm. Dies hat in der Kirchengeschichte die Stellung des Bischofs von Rom gefestigt. Es ist eine Aufgabe, der Lehre des Glaubens, dem Inhalt und der Ethik, Festigkeit und Wahrheit zu geben.

Sieht man auf den Petersdom in Rom, so hat man innen, über den Papstaltar, einen Stuhl verarbeitet- den Lehrstuhl. Wenn jemand zu leiten bestimmt ist, dann hat er dies auch zu begründen und in Lehre und Verkündigung zu tun. Seit 2000 Jahren versucht die Kirche dies zu tun, der Papst ist dazu das sichtbare Symbol. Aber wie dieser „Stuhl Petri“ sich im großen Kirchengebäude verlieret, so sind auch die Lehren der Kirche und die Worte des Papstes in unserer lauten Welt kaum zu hören oder gehen schnell unter.

Petrus hatte auf Jesu Frage „für wen halten mich die Leute“ die passende Antwort, obwohl er sie selbst noch nicht verstehen konnte; daher konnte Jesus nun ihm bezeugen: „du bist Petrus, der Fels, auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ Das ist ein Grund zur Zuversicht in dieser schweren Zeit.

Herr Jesus Christus, wir danken Dir für die weltweite Kirche und für den „Felsenmann“, den „Diener aller Diener Gottes“. Wir können nicht immer alles verstehen und bejahen, was von Rom kommt, die Mühlen dort mahlen (zu) langsam. Doch wir sind gut beraten, in der Gemeinschaft zu bleiben. Trotz allem ist hier der Fels (DU Christus), der als Fundament alles trägt.“

21.2.2020- -A-II -6.W.-2-Petrus Damiani-Leodegar v Eichstätt-Guthild v Biblisheim- -Lourdes 6.- -(Jak.2,14-24.26/112/Mk.8,34-9,1)

Wer Jesus nachfolgen will und sein Freund sein, der muss auch die unangenehmen Seiten mittragen, wie das Kreuz. D.h. die unangenehmen Seiten, die uns täglich erreichen und belasten können, sollen wir so sehen, dass da auch positive Zeichen mit verbunden sind. Es gehört oft viel Ausdauer und die innere Erleuchtung dazu, bis es soweit ist. Wer nur immer eigenen Plänen und Vorlieben nachgehen möchte, der schließt von Anfang an, vieles und viele aus. Was dann auf der einen Seite gerettet wird, das verliert man auf anderer Seite. So sind Jesu Worte nicht beliebig zu interpretieren oder so zurechtzubiegen, bis sie uns passen, auch die kantigen Seiten in der Botschaft gehören dazu. Ja, Gottes Reich „tut sich denen auf“, die ehrlich und beharrlich danach suchen.

„Herr Jesus Christus, wir müssen in Deiner Nachfolge nicht das Kreuz oder die Kreuze suchen, es gibt so viel, das unsere Wege und Pläne und Vorlieben durchkreuzt. Hilf uns dann, danach suchen, was es für uns bedeuten kann. Wer liebt, wie Du, ist sicher beliebt, aber nicht immer geliebt, wenn die Liebe bis zum Äußersten auch weh tut. Sei uns dann ganz nahe und sieh uns an. Ganz persönlich.“