25.7.2021-B-I-17.Woche-1-« Jahr der Familie und des hl. Josef“- „Tag der Großeltern und der älteren Menschen“-Jakobus-Thea-Thomas v Kempen-Willebold-(2.Kön.4,42-44/145/Eph.4,1-6/Joh.6,1-15)

Alle drei Jahre, im Lesejahr B- unterbrechen wir die fortlaufende Lesung des Markusevangeliums und kehren uns dem Johannesevangelium im 6. Kapitel zu. Denn nach der Aussendung der 12 Apostel und ihrem Missionsweg, kommen sie erfüllt und ermutigt zu Jesus zurück und Er möchte ihnen Ruhe verschaffen. Doch die Menschenmenge ist wieder da und will Ihn hören. Daraufhin will Jesus sie am Abend nicht hungrig nach Hause schicken, sondern ihnen Stärkung geben. Dies führt zur Sättigung der Menge und dem Einsammeln der Reste, 12 Körbe voll. Da Johannes im 6. Kapitel dies sehr ausführlich deutet, nehmen die kommenden Sonntage diesen Text in den Blick und ermutigen uns, über Hunger und Sattwerden, Teilen und Schenken, Segen und Austeilen nachzudenken und über die Eucharistie. (die hl. Messe).

Heute ist auch zum ersten Mal der Tag der „Großeltern und der Senioren“. Der Papst hat diesen Tag im Rahmen des Jahres der Familie gewünscht und immer am 4.Sonntag im Juli gefeiert werde, in der Nähe des Festes von Joachim und Anna.

Der Anliegen haben wir nun „satt und genug“, werden wir denn durch den Glauben an Christus gesättigt? Stillt Er unseren Hunger?

„Herr Jesus Christus, in der Nähe des Pas-chafestes und Deiner Hingabe am Kreuz und im Abendmahl blickst Du auf die Menge und erkennst ihren Hunger. Die Jünger sind hilflos: wir haben zu wenig Geld, wir haben nur 5 Brote und 2 Fische. Du siehst den Segen des Himmels und schaffst die Sättigung aller, und sogar 12 Körbe bleiben übrig. Bei Dir ist Leben in Fülle, ob wir das nun verstehen oder nicht, glaubend annehmen oder nicht. Danke, Du Brot des Lebens.“

24.7.2021-B-16.W.-4-„Jahr d Familie u d hl.Josef“-Christophorus- Scharbel Mahluf-Kaspar-Melchio-Balthasar-Siglind-Gerburg-Christine-Kinga-Luise v Savoyen-(Ex.24,3-8/50/Mt.13,24-30)

„Christusträger“ (Christophorus) sollen alle Getauften sein, alle Jünger und Jüngerinnen Jesu Christi- wir „tragen Christi Antlitz“- wie Er sind „wir Kreuzträger-Innen“ und auch Hoffnungsträger-Innen der Auferstehung, des Gottesreiches, des Neuen Lebens, der Widerschein der Ewigkeit.

Mose hat dies schon in einem ersten Bund im Blut ausgedrückt, Jesus wird es in Seinem Blut besiegeln, für immer.

Diese Frohe Botschaft ist auf den Acker der Welt, der Menschheit gesät und in jeden Menschen hinein- es wächst, wie von selbst. Doch auch Unkraut wächst mit, manches Mal stärker und schneller als die gute Saat. in der Welt, in der Menschheit, unter Menschen, in jedem Menschen vollzieht sich das, was Jesus in einem Bild, einem Gleichnis darstellen möchte.

Nicht ausreißen, Geduld haben, wachsen lassen bis zur Ernte, dann wird der Herr selbst die Folgen erkennen und die Konsequenzen ziehen. Er sortiert, sammelt, hebt auf und verbrennt… in der Welt, in der Menschheit, unter uns Menschen, in uns, in mir!

„Herr Jesus Christus, Du bist mit Deiner Liebe in uns hineingesät, und wir sind in Dir verwurzelt und wachsen auf Dich hin- mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen, guten Ernten und Missernten. Lass am Ende unseres Lebens, die Ernte derart herangereift sein, dass wir zu Dir und zum himmlischen Vater mit dem Geist der Liebe und allen schon Vollendeten „passen können“, dazu gehören dürfen. Danke, Lob sei Dir Christus“.

23.7.2021-B-I-16.W.-4- „Jahr d Familie u d hl. Josef“-Birgitta v Schweden-Liborius-Johannes Cassian- (Gal.2,19-20/34/Joh.15,1-8)

Neben Katharina v Siena, Edith Stein und den Heiligen Benedikt, Cyrill u Methodius gehört Birgitta zu den Schutzpatroninnen/Schutzpatronen Europas. Europa hat es auch nötig, sowie die ganze Welt und Menschheit in diesen schweren Zeiten. Zu den Folgen und Auswirkungen der Corona Zeit und der Flutkatastrophe geht uns Menschen der heutigen Zeit vor allem die Beziehung zu Gott verloren, der Glaube an Gott verdunstet aus vielerlei Gründen. Dies spüren dann auch die Kirchen, die Christengemeinden.

Können die Schutzpatrone uns helfen, den Weg zur Seele wieder zu finden? Sicher nicht automatisch oder mit einem kleinen Fingerzeig. Sie können aber wohl die Offenheit und Betroffenheit in uns und in vielen Menschen erflehen. Offenheit für eine neue und unerwartete Welt des Unsichtbaren. Können wir das wollen, erbitten, ersehnen?

Versuchen, das lohnt sich auf jeden Fall! Und für uns selbst bitten, den Weg Jesu immer besser verstehen zu lernen und dann die Kraft haben, ihn besser, treuer, bewusster zu gehen.

„Herr Jesus Christus, die heiligen Männer und Frauen, die uns die Kirche vor Augen stellt, sind ein Geschenk, eine Ermutigung, ein Ansporn. Sie haben mit ihrer je eigenen Persönlichkeit Dich gesucht, sie haben Talente und Schwächen ins Spiel gebracht, um die Frohe Botschaft, Dich,  kennen und lieben zu lernen. Die Zeiten waren anders als heute, aber die Fragen waren ähnlich, so wie wir sie stellen. Es gab wahrscheinlich mehr Hilfen als heute, doch auch weniger Entwicklung der Antworten des Glaubens. Du, der König der Heiligen, stärke uns auf dem Weg der Nachfolge“.

22.7.2021-B-I-16.W.-4- „Jahr d Familie u d hl. Josef“-Maria Magdalena—Verena-Elvira-Eberhard v Berg-(Hld.3,1-4/63/Joh.20,1-2.11-18)

Maria Magdalena wurde in der Urkirche (und wird auch heute wieder) „Apostelin der Apostel „genannt, weil sie als Erste am Grab Jesu war am Ostermorgen, und von dort zu den Jüngern gesandt wurde, ihnen zu sagen „ich habe Ihn gesehen“- sie die Augen- und Ohrenzeugin des Auferstandenen, die erst die Apostel bewegen konnte, sich auf den Weg zum Grab und zum Osterglauben zu machen. Johannes beschreibt dies in seinem Evangelium ganz ausführlich und lässt diesen Osterglauben in Maria von Magdala erst allmählich  aufkeimen und wachsen. Sie ist dem Herrn begegnet, Er hat sie angesprochen, sie lässt sich senden von Ihm und gibt somit der künftigen Kirche den Auftrag, Zeugin der Auferstehung zu sein. „Christus ist vom Tod erstanden, Er lebt und auch wir sollen und werden leben“, das ist die Kernbotschaft Jesu und Seiner Kirche, Seiner Glaubensgemeinschaft. Maria und andere Frauen sind in der Nachfolge irgendwie die „Geburtshelferinnen“ für die neue Bewegung (der „Weg“), die später dann als Christen genannt wurden.

Dieser Festtag fragt uns alle nach unserem Osterglauben, (Auferstehung und Ewiges Leben), nach unserer Achtung vor den Frauen und ihrer Rolle und Aufgabe in der Christengemeinde, nach dem Miteinander aller Getauften in dieser Jüngerfamilie Jesu.

Da bleibt noch viel zu tun, MM. Ist dafür der Ansporn und die Vorhut.

„Herr Jesus Christus, Maria Magdalena ist Dir sehr dankbar, denn Du hast ihr Leben aus einem Netz vieler Verstrickungen befreien können. Sie lässt sich durch den Kreuzestod und das Begräbnis nicht abhalten, Dich zu suchen. Was sie dann erfahren darf: sie selbst wird gesucht, von Dir , dem Auferstandenen. Ihr Vertrauen, ihre Zuneigung, ihre Dankbarkeit werden belohnt. Das ermutigt uns alle, dich von ganzem Herzen zu suchen und dabei zugleich offen zu bleiben für Deine Zuneigung und Liebe zu uns. Dir sei Lob und Dank.“

21.7.2021-B-I-16.W.-4- „Jahr d Familie u d hl.Josef“- Nationalfeiertag-Laurentius-Jeremia-Daniel-Praxedis-Arbogast-Florentius-Stilla-(Ex.16,1-5.9-15/78/Mt.13,1-9)

Nach dem Tag der nationalen Trauer wegen der Opfer der Flutkatastrophe, feiert unser Land den Nationalfeiertag in Erinnerung an den 21.7.1831, als König Leopold I. eingesetzt wurde. Unser Belgien ist ein schönes jedoch komplexes, ja kompliziertes Land. Zudem belastet uns ja schon seit März 2020 die Coronakrise mit allen Folgen und seit einigen Monate der Hungerstreik von über 400 Asylanten, die ein Bleiberecht erzwingen wollen, und nun auch noch die riesige Flutwelle, die eine große Anzahl von Toten und Vermissten zu beklagen hat und dazu die vielen Zerstörungen und Verluste so vieler Menschen und ihrer Habseligkeiten.

Wir feiern, allerdings in „kleinerem Rahmen“ unser Land mit den vielen Vorzügen und der nun feststellbaren Solidarität und Hilfsbereitschaft in ungekanntem Masse. Junge und weniger Junge, Hauptamtliche und Ehrenamtliche stehen unter Einsatz aller Kräfte den Betroffenen zur Seite.

Vielleicht ist das auch ein Zeichen, dass das gesäte Gut unserer Vorfahren auch in der heutigen Zeit Frucht trägt, über alle Grenzen von Herkunft, Konfession und Hautfarbe hinweg.

Manchmal zweifeln wir ja an der Vernunft und Einsicht von Mitmenschen (auch jetzt, da geplündert und gestohlen wird bei Betroffenen), doch sind es zum Glück nur wenige, die profitieren, die meisten setzen sich uneingeschränkt ein.

Es könnte ja sein, dass die Offenheit für Gott, ein höheres Wesen, auch wieder zunimmt, und dass die Hände nicht nur anpacken, sondern auch wieder zum Gebet gefaltet werden.

„Herr Jesus Christen, an diesem Wohltuenden, das wir selbst bewirken können. an diesem Festtag wollen wir danken für alle Wohltaten, die wir Tag für Tag erfahren und für das Wohltuende, das wir selbst bewirken können. Wir wollen uns besinnen zu den Notlagen und den Leidenden bei uns, denn es sind meist die Ärmsten, die am meisten betroffen sind und nachher als Letzte wieder Hilfe erfahren werden. Wir beten für alle Männer und Frauen, für alle Instanzen, die Entscheidungen zu treffen haben, wie es weiter gehen kann und welche Richtungen wir einnehmen müssen, damit Belgien und Europa die Zukunft aller sichern kann. König des Friedens, hilf unserem König und allen Verantwortlichen und erfülle alle Bürgerinnen und Bürger mit Deinem Geist der Gemeinschaft und der Liebe.“