15.7.2018- -B-II- -15.Woche-3.- -Bonaventura- -Answer-Bernard v Baden-Donald- -(Am.7,12-15/85/Eph.1,3-14/Mk.6,7-13)

Jesus ruft Menschen zu sich, in Seine Nähe. Dort erfüllt Er sie mit allem, was Er selbst in sich trägt. Dann sendet Er sie aus, jeweils zwei zu zwei, nicht allein. Er möchte sie stärke in der Gemeinschaft miteinander und sie auch prüfen, ob sie untereinander das zu leben versuchen, was sie verkündigen.

Er sendet sie mit „leichtem Gepäck“, ohne Ballast aus nur mit der Vollmacht ausgerüstet, die von Gott kommt, und die heilt und aufrichtet.

Sie sollen nicht zerfahren wirken, sondern von einem Standpunkt aus, in dem sie bleiben, wie in einem Haus, nicht von einem in ein anderes ziehen.

Und ohne fertigen Erwartungen gehen, niemanden drängen oder zwingen, einfach nur anbieten und die Freiheit des anderen unbedingt achten… nicht mal den Staub mitnehmen. Gelassen, offen und freundlich bleiben.

Ein Programm an dem wir uns als Christen, als Gemeinden, als Kirche immer neu messen lassen müssen.

14.7.2018- -B-II- -14.W.2.- -Kamillus-Ulrich-Jakobus-Voragine- -(Jes.6,1-8/93/Mt.10,24-33)

Jesus und die Jünger stehen auf gleicher Ebene: was dem Herrn geschieht, das wird auch den Jüngern bevorstehen. Dies kann bedrohlich wirken, denn Jesu Weg wird auch der Weg der Jünger sein. Es möchte aber auch ermutigend sein, denn in keinem Fall ist der Jünger allein, sondern immer beim Herrn.

Alles wird sich in Herrlichkeit erweisen und alles Böse wird entlarvt und überführt werden. Daher ist ein großes Vertrauen die Grundhaltung der Gläubigen, einzige Furcht gilt vor dem Bösen.

Alle Geborgenheit, die Gott gibt, ja die Gott selbst ist, kann nur in großem Vertrauen und tiefer Dankbarkeit gelebt werden. So schämen wir uns nicht unseres Glaubens, sondern stehen zu unserer Überzeugung, auch wenn viele dies und uns nicht verstehen können oder wollen.

13.7.2018- -B-II- -14.W.2.- -Heinrich und Kunigunde- -Sara-Mildred-Arno- -(Hos.14,2-10/51/Mt.10,16-23)

Jesus macht den Jüngern nichts vor: sie werden gesandt in eine uninteressierte Welt, wie „Schafe mitten unter Wölfe“, also auf einen schwierigen Weg. Die Haltung, die Jesus ihnen ans Herz legt: Klugheit (wie Schlangen) und arglos (wie die Tauben). Dies bei allen Anfechtungen und Kritiken. Das alles, wegen der Freundschaft zu Jesus.

Bei den Anklagen brauchen sie sich keine Reden zurecht zu legen, denn Gottes Geist wird in den Angegriffenen reden und das rechte Wort in den Mund legen. Deshalb ist die Verbundenheit mit dem Geist Gottes so wichtig, allezeit und allerorten.

Sogar in der eigenen Familie finden manche keine Zustimmungen, keine Unterstützung, viel eher noch Opposition. Doch in allem standhalten, das führt dann zum Licht der Erlösung. So können auch wir vorgewarnt nun doch getrost und getröstet gehen, wohin der Herr uns sendet oder stellt.

 

12.7.2018—B-II- -14.W..2.- -Felix- -(Hos.11,1-4.8-9/80/Mt.10,7-15)

Was Jesus den Jüngern aller Zeiten aufträgt ist die Verkündigung des Gottesreiches, des Vaters. Dazu gehören die Heilung von Kranken, die Erweckung von Toten, das Helfen von Aussätzigen, das Austreiben der Dämonen.

All das gratis, umsonst, denn umsonst haben sie all diese Vollmacht empfangen.

Auf dem Weg soll niemand mit Reservegeld im Gürtel auftreten, keinen Ballast mitnehmen und sich der Vorsehung Gottes und der Hilfe von Mitmenschen anvertrauen.

Was immer getan oder gesagt wird, soll dem Frieden dienen. Wer diesen aufnimmt ist es wert, dass bei ihm eingekehrt wird; Ansonsten sollen die Jünger weitergehen.

Das sind klare und harte Anweisungen, doch möchte Jesus unbedingt nur freie Menschen, die Ihm folgen, nicht aus irgendwelchen Ängsten oder Rücksichten oder Gewinnabsichten. Daran müssen wir uns immer neu messen lassen, denn die Abhängigkeiten sind so subtil, sie zu durchschauen ist schon ein Austreiben von Dämonen.

 

11.7.2018- -B-II- -14.W.2.-Benedikt- -Sigisbert-Rachel-Olga-Oliver- -(Spr.2,1-9/34/Mt.19,27-29)

Ein Sieg lässt sich nicht erzwingen: zur eigenen und gemeinsamen Arbeit und Anstrengung muss das Stückchen Glück kommen und die Kraft und Taktik der anderen Mannschaft.

Heute feiern wir den hl. Benedikt, den Vater des Mönchtums und Schutzpatron Europas. Mit seiner neuen Ordensregel hat Benedikt Geschichte geschrieben und einem weltweit verzweigten Orden eine stabile Basis gegeben. Die Gemeinschaften und die einzelnen Ordensleute sind dafür ein lebendiges Zeugnis.

Zum Festtag gehört das Evangelium vom „Lassen und Loslassen“ materieller Dinge und Einstellungen. Jesus und das Reich des Vaters müssen die Mitte des Ordenslebens werden und bleiben. Dieses Gelöstsein gibt eine ungeahnte Freiheit und führt zur Freude am einfachen Leben. Die Ordensleute sind wie ein prophetisches Zeichen in unserer hoch komplexen Welt. Sie geben Orientierung, Lebenshilfe und bieten Räume, wo Gott eher zu finden ist.

Möge Benedikt dem jetzigen Europa ein Vorbild sein und für den Zusammenhalt untereinander Fürpsrecher sein.