29.3.2020- -A-II-5.Fastenwoche-Passionssonntag- -Ludolf-Helmut-(Ez.37,12-14/130/Röm.8,8-11/Joh.11,1-45)

„Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk aus euren Gräbern herauf“, so verkündet es der Prophet. Aus allen Gräbern des Lebens holt uns der Herr herauf, wenn wir Ihm vertrauen können und wollen.

Dies wird am Grab von Lazarus ganz deutlich. Nachdem Jesus mit den Jüngern und dann den Schwestern des Verstorbenen über Tod und Auferstehung gesprochen hat, wendet sich der Herr dem Grab zu: eine Höhle, verschlossen mit einem Stein. Wie es bei Ihm selbst geschehen wird. Jesus weint: aus Trauer über den verstorbenen Freund, sowie auch über das Unheil, das der Tod anstellt. Jesus weint und zugleich dankt Er Gott, dem Vater der immer erhört, wenn Er zu Ihm betet. Dann ruft Er kraftvoll: „Lazarus, komm: heraus“. Der Verstorbene muss selbst Schritte des Gehorsams tun. Dann befiehlt Jesus, ihn zu lösen, erlösen befreien von all den Bändern und Tüchern, die ihn ehren sollen und ihn doch einengen: „bindet ihn los und lasst ihn gehen, gebt ihn frei für ein neues Leben.“

„Herr Jesus, in den langen Evangelien der letzten beiden Sonntage und heute, offenbarst Du Deine Gottheit: Wasser des Lebens, Licht der Welt, Auferstehung der Toten. Du bist der Messias Gottes für uns. Du bleibst aber auch Mensch, bist innerlich erschüttert und weinst am Grab Deines Freundes Lazarus. Gott und Mensch zugleich, in einem. Das kann uns verwirren, das kann usn auch trösten. Danke, Herr, für Dich“