30.4.2020- -A-II- -3.O.W.- -3- -Pius V-Pauline v Mallinckrodt-(Apg.8,26-40/66/Joh.6,44-51)

Wir beenden den 4. Monat des Jahres auf eigenartige Weise: für viele gibt es die traditionelle Maiennacht in 2020 nicht. Wir bleiben „innen-zu Hause“. Langsam wird es vielen Menschen zu eng, der Frühling lockt nach draußen und zu den anderen. Doch: es muss noch Vorsicht walten. Sicher hat diese Zeit auch manche von uns angesprochen: mehr Stille und Ruhe, mehr frische Luft und weniger Lärm, mehr Möglichkeiten, nachzudenken, sein Leben zu bedenken und manche Erkenntnis (neu) zu gewinnen. So vielleicht auch das Gebet, der Weg der persönliche Gottesbegegnung und der Vertiefung biblischer Texte.

Die Rede über das „Brot des Lebens“ führt uns  heute weiter hinein in das Geheimnis der Person Jesus von Nazareth: Er ist vom Vater gesandt und Er kann uns auf einzigartige Weise einführe in die Nähe des Vaters. Jetzt schon mit dem Blick der Liebe auf alles und auf alle, und über die Grenze des Todes hinaus. „Wer glaubt (an Christys, den Sohn Gottes, hat das ewige Leben“. Dies in diesem Brot, das Jesus Brot des Lebens nennt und sich selbst als dieses Brot bezeichnet. Er gibt sich hin für das Leben der Welt.

„Herr Jesus Christus, in diesen Wochen müssen wir stärker wählen und entscheiden, was wir tun, was wir lassen, was wir kaufen und auf was wir verzichten. Es ist uns auch aufgegangen, dass wir eigentlich zu selbstverständlich mit Dir umgehen, jetzt wollen wir entschiedener auf dich hören, Dir folgen, Dich aufnehmen als „Speise für das wahre und ewige Leben“. Danke, Herr, für Deine Nähe und Zuwendungen, wir brauchen Dich zum Leben, wir brauchen Dich mehr als Brot.“

29.4.2020- -A-II- -3.O.W.-3- -Katharina von Siena- Patronin Europas-(1.Joh.1,5-2,2/103/Mt.11,25-30)

An diesem Tag der Osterzeit feiert die Kirche eine mutige Frau der Kirchengeschichte. Sie hat Christus über alles geliebt und sich für sein Kirche eingesetzt, ja verzehrt. Ihre innere starke Glaubenshaltung machte sie zur Beraterin hoher Würdenträger und zur Hilfe des einfachen Volkes. Sie hat in den Turbulenzen ihrer Zeit der Kirche unermessliche Dienste erwiesen. Sie möge auch heute unserer Zeit die Kirche zur Umkehr auf den Weg Jesu hinlenken und uns helfen, Einheit und Frieden zu finden.

Jesus preist in Seinem Gebet zum Vater alle, die einfachen Herzens ihr Vertrauen in Gott setzen und nicht alles „auseinander diskutieren“ ohne rechte innere starke Haltung zu Gott. Jesus ruft alle zu sich, die von den Lasten des Lebens und den Fragen des Glaubens müde geworden sind, oder zu sehr darunter leiden. So können wir alle unsere Sorgen um Kirche und Welt, um Gesundheit des Leibes, des Geistes und der Seele, Ihm dem Heiland und dem himmlischen Vater anvertrauen.

„Herr Jesus Christus, in dieser Zeit sind auch wir stark gefordert, uns den Umständen anzupassen und uns doch noch dem Einsatz mit den Menschen wieder zu sehen. Hilf uns, die rechten Entscheidungen zu treffen und das zu tun, was der Ausbreitung Deiner Reiches dienen kann. Danke für alle, die uns ermutigen.“

28.4.2020- -A-II- -3.O.W.- -3- -Louis Marie de Monfort-Pierre Chanel-Hugo v Cluny-(Apg.7,51-8,1/31/Joh.6,30-35)

Menschen wollen Zeichen, zur Zeit Jesu und auch heute. Welches sollte dieses Zeichen denn sei, damit wir Ihm glauben? Materielle Dinge, Gesundheit, Glück, Sicherheit…? Aber die haben wir doch in unserem Leben schon so oft erhalten, haben wir denn den Geber erkannt? Das Manna in der Wüste war nicht von Mose, sondern von Gott, durch Mose aufgezeigt.

Ja, zurückgehen zum Ursprung, in allen Erfahrungen den wahren Grund und Urheber suchen und erkennen: Gott, den Schöpfer und Herrn. So ist es auch mit dem Brot und allen Lebens-Mitteln. Der Sohn ist das wahre „Brot vom Himmel“, zu uns „herabgekommen“. Gib uns immer dieses Brot, ist die Bitte. Ja, dann kommt zu mir, „ich bin, das Brot des Lebens für euch!“-glaubt an mich, vertraut mir!

„Herr Jesus Christus bei diesen Worten des heutigen Evangeliums in Johannes denke ich an diesem Tag an meine Erstkommunion. Was ist seit diesem Tag gesehen, mir und uns geschenkt worden. voller Dankbarkeit komme ich zu dir, dem Brot des Lebens. Herr, hilf allen bisherigen und kommenden Kommunionkindern, Dich zu finden und nicht das Stückchen Brot oder den Schluck Wein. Aus Dir leben wir, jetzt und in Ewigkeit.“

27.4.2020- -A-II- -3.O.W.-3-Petrus Kanisius-(Apg.6,8-15/119/Joh.6,22-029)

Das Evangelium des Johannes hat im 6.Kapitel die Speisung einer großen Menschenmenge berichtet, dann folgt eine lange Katechese über das Brot des Lebens, über die Eucharistie, die hl.Messe. Die Leute, die satt geworden waren, haben Jesus gesucht, sind Ihm und den Jüngern gefolgt.

Jesus durchschaut eine zweideutige Haltung ihrerseits: „ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr satt geworden seid.  Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das Ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird.“

Dieses Wort trifft uns heute? Welche Speise brauchen wir, Welche suchen wir unbedingt? Auch in dieser Zeit der Coronakrise stellt sich diese Frage: welche Heilung, welchen Schutz suchen wir eigentlich? Welche Arznei muss gefunden werden, welcher Impfstoff? Wogegen? Bei allen Extra-Sendungen zur Krise sind viele Spezialisten aller Branchen täglich vertreten, doch nie ein Philosoph oder ein Geistlicher! Bei allen Geschäften, die jetzt öffnen dürfen, Schritt für Schritt spricht noch niemand von den Kirchen. Bedenkenswert!

„Herr Jesus Christus, Du kennst den Menschen, du kennst das Herz und Sehnen. Vieles ist uns wichtig, bist Du es auch für uns, für mich? Darüber wollen wir uns besinnen und uns selbst fragen: welche Speise brauche ich denn wirklich?“

26.4.2020- -A-II- -3.Ostersonntag -3-(Apg.2.14.22-33/16/1.Petr.1,17-21/Joh.21,1-14 oder Lukas 24,13-35)

Am heutigen Sonntag wäre die erste Feier der Erstkommunionkinder. Die Feier ist verschoben, weil kein Gottesdienst stattfinden darf,  und die Vorbereitung auch ausfallen musste. Möge der Herr alle die Kinder und ihre Familien segnen und bestärken.

Wir schreiten fort in der feierlichen Osterzeit, die wir in „Hausarrest“ begehen: die Lesungen der Schrift sprechen uns von der Ausbreitung des Glaubens. Und wir müssen innen bleiben. Heute haben wir die Auswahl: mit Johannes stehen wir am Ufer des Sees, wo die Jünger nach einer vollen Arbeitsnacht mit leeren Netzen zurückkommen. Ihre Begeisterung war verhalten, dementsprechend auch der Nicht-Erfolg. Nur auf das Wort des Herrn hin, versuchen sie es noch einmal, tagsüber, und der Erfolg ist umwerfend. „Es ist der Herr“. Ja, das kann nur Er.

Die Emmausjünger sind auch draußen, auf dem Weg nach Hause, enttäuscht, mutlos. Es schließt sich jemand ihnen an , und er hört, fragt, bohrt weiter. Dann lässt Er die Heilige Schrift aufleuchten und verbindet sie mit den Erfahrungen der Jünger, und ihr Herz beginnt  “zu brennen“. Beim Mahl in Emmaus erkennen sie Ihn am Brotbrechen. Mit dieser Erfahrung im Herzen brechen sie wieder auf , zu den anderen und auch diese erzählen von ihren Ostererfahrungen.

Alles geschieht draußen, auf dem See, auf dem Weg, bis sie dann zum Mahl kommen.

„Herr Jesus Christus, wir sind seit Kindheit an gewohnt, durch die Erstkommunion, oft die hl. Messe, die Eucharistie zu feiern. Jetzt vermissen manche sie besonders, andere haben sich damit abgefunden, wie es denn nun heute ist; wie wird die Zukunft sein? Können wir da jetzt schon vorgreifen, uns vorbereiten? Ja, indem wir heute fragen, uns selbst fragen, wie bringe ich mein Leben, unser Leben mit dem Wort Gottes in lebendigen Austausch und erkenne ich dann die Wunder, die der Herr geschehen lässt? Dann wird die Eucharistie am Tisch des Lebensbrotes zu einer Quelle unangefochtener Freude.“