3.7.2021-B-I-13.W.1-“ Jahr der Familie und des hl. Josef“-Thomas-(Eph.2,19-22/117/Joh.20,24-29)

Wir verdanken den Aposteln Jesu so viel, ihnen und ihren Gemeinden und Gemeinschaften. Bei Thomas sind wir eher zurückhaltend, weil er oft noch der „ungläubige Thomas „genannt wird. Was heißt denn „ungläubig“? eher nicht gläubig, oder doch eher suchend und fragend und auch zweifelnd?

Wenn das letztere der Fall ist, dann fühle ich mich wohl bei ihm und vertraue seiner Fürsprache, denn in meinem Suchen und Ringen, ja in meinen Fragen und Zweifeln fühle ich mich ihm sehr nahe.  Wahrscheinlich waren die anderen Apostel nicht viel anders als er, als ich, als wir.Besonders in der Haltung zu Jesus Christus ist doch meine Frage offensichtlich: wie kann Er, der am Kreuz Gestorbene, vom Tode erstanden sein und der Jüngergemeinde leibhaft erscheinen. Das kann Thomas nicht so annehmen. Doch die anderen bleiben bei ihrer Überzeugung und Verkündigung. Sie schaffen es, dass Thomas am nächsten Herrentag (unser Sonntag) beim Treffen anwesend ist- und es springt der Funke über: denn Thomas erlebt und erfährt nun selbst, dass der Auferstandene Herr in der Jüngergemeinde anwesend ist, dass Er Frieden bringt und alles versöhnt, was unerfüllt war, und, dass Er weiterhin die Wunden trägt, die beim Leidensweg und bei der Kreuzigung geschlagen wurden. Jesus hat sich nicht verklärt von der Welt verabschiedet und überlässt sie sich selbst. Im Gegenteil: Er ist und bleibt dabei und trägt auch weiterhin an allen Leiden und Verwundungen. Nun kann auch Thomas bekennen:“ Du bist mein Herr und mein Gott.“

„Herr Jesus Christus, Du nimmst Thomas mit seinen Einwänden, Kritiken, Zweifeln ernst, Du nimmst ihn an. Du bietest Dich ihm als der Auferstandene an, der weiterhin die Wunden trägt, bietet sich dar. Thomas braucht nun nicht mehr zu berühren, Dein Wort genügt und Sein Glaube flammt wieder auf. Mach es auch mit uns so und hilf uns und allen Suchenden, Dir zu begegnen als „mein Herr und mein Gott“, ganz persönlich und zugleich in der Gemeinschaft der anderen.“

2.7.2021-B-I-13.W.-1.-„Jahr des hl Josef und der Familie“-Heimsuchung Mariens-Wiltrud-(Zef.3,14-18/Jes.12,2/Lk.1,39-56)

Es geht heute um einen Besuch: zwei werdende Mütter begegnen sich. Maria, die Jüngere macht sich auf den Weg zu ihrer Kusine Elisabeth, die im Alter noch ein Kind erwartet. Bei der Begrüßung der beiden Frauen, wie unsichtbar auch immer, begegnen sich die beiden werdenden Kinder in ihrem Schoss. Johannes der Wegbereiter begrüßt voll freudiger Bewegung den Messias. Hier nun erfüllt- durch diese Bewegung- der Vorläufer die Mutter mit der Kraft des Heiligen Geistes und sie begrüßt Maria mit dem Wort: „wer bin ,ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen“. Daraufhin erkennt Maria in diesem Gruß, was, wer in ihr heranwächst und sie stimmt ihr Loblied, das Magnifikat an. Begegnung, Besuch, Heim gesucht, nach Hause geführt, zum Ursprung gefunden, zur Mitte.

„Herr Jesus Christus, welch wunderbare Begegnung Deiner Mutter und Elisabeth. Welch wunderbare Begegnungen dürfen wir in unseren Kontakten erahnen und „herausglauben“, DU bist dabei. Besonders wenn wir Deiner Mutter begegnen, dann finden wir Dich, finden zu Dir, werden geführt zu Dir. Herr, Du bist unsere wahre Heimat.“